Wettbewerb Stadtteil- und Begegnungszentrum Dierkow – Hansestadt Rostock
Im Stadtteil Dierkow-Neu war der Bau eines Stadteil- und Begegnungzentrums geplant, um die Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung zu verbessern. Das Gebäude sollte besonders für Senioren, Ausländer, Kinder und Jugendliche Anlaufpunkt sein und über ein hohes Maß an Flexibilität verfügen. Ein Schwerpunkt wurde auf die Integration der Anwohner untereinander und zum Stadtteil- und Begegnungszentrum gelegt.
Der vorliegende Entwurf macht sich diesen Schwerpunkt zum Leitgedanken. Das verbindende Thema ist dabei der Außenraum bzw. die Gartenparzelle. Der Grundgedanke liegt in der Auflösung des SBZ vom kompakten Haus in eine Begegnungsfläche mit viel Aufenthaltsqualitäten, nicht nur für Kursteilnehmer, sondern auch für Spaziergänger oder allgemein Interessierte. Das Raumprogramm wird auf 16 Bungalows verteilt, denen jeweils eine Gartenparzelle zugeteilt wird. Ein Hauptgebäude übernimmt die Funktion von Café, Küche, Multifunktionssaal sowie Büroräumen für die Leitung und das Quartiersmanagement.
Die Grenzen zwischen den Parzellen sind als niedrige Holzstege geplant, die mit Bankelementen bestückt werden können. Hier sollen Kontakte zwischen den Nutzern und Besuchern forciert werden. Die Idee besteht darin, dass die Kursteilnehmer und Vereinsmitglieder die Möglichkeit haben, den Außenraum zu „besetzen“ und individuell zu gestalten. Allen Haupträumen sind Flächen im Außenraum vorgeschaltet, vom Freisitz des Cafés, der zu öffnenden Glasfront des großen Saals zur kleinen Festwiese oder den Terrassen vor allen Bungalows. Über den längeren Aufenthalt auf dem Gelände erwarten wir eine starke Identifizierung mit dem Ort und möglichst viele Kontaktmöglichkeiten der Anwohner untereinander. Von ähnlichen Projekten sind positive Effekte bekannt.
Für Ausländer ist das Sprachelernen beim Gärtnern mit Einheimischen leichter, für Senioren bieten sich viele Möglichkeiten der Gartennutzung und der Pflege sozialer Kontakte zu allen Altersgruppen, Kinder und Jugendliche finden einen geschützten Spielraum in Kombination mit pädagogischen Angeboten.
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