Sitzmauer aus Abbruchziegeln
Sitzmauern
südlicher Zugang
südlicher Zugang
Blick Richtung Süden
Ruine als 'Labyrinth'
nördlicher Zugang
Ausschnitt aus Gesamtplan
Entwurf - Eingang Süd
Entwurf - Eingang Nord

Bahnschneise Eythraer Straße, Leipzig

Wegeverbindung „Bahnschneise Eythraer Straße“ zwischen Schwartzestraße und Kurt-Kresse-Straße, Leipzig
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Ort: 
Leipzig
Bauherr: 
Stadt Leipzig
Leistung: 
Leistungsphasen 1-9 HOAI
Zeitraum: 
2008-2011
Bausumme: 
ca. 200.000 €
Fertigstellung: 
2011

Mit der Neuanlage eines Radweges und den begleitenden Gestaltungsmaßnahmen erhielt der ehemals industriell geprägte und eher durch Verwahrlosung und Verfall gekennzeichnete Raum einen neuen Impuls für seine Rückeroberung als erlebbare Grünfläche im Stadtgebiet.

Ein wichtiges Ziel des Entwurfskonzepts war es, die vorhandenen, mal dichteren, mal offeneren Vegetationsstrukturen weitgehend in die Gestaltung zu integrieren. Somit bieten sich dem Passanten beim Durchqueren des Plangebiets schon allein dadurch verschiedene Eindrücke und Perspektiven. Ausgehend von wiesenartigen, offenen Bereichen in den Eingangszonen führt der Weg durch dichte, waldartige Areale ebenso wie durch lichtungsartige Aufweitungen oder kleinere baumfreie ‚Inseln’.

Daneben war es ein wichtiges Entwurfsziel, die Spuren des Ortes, die sich insbesondere aus seiner industriellen Vergangenheit ableiten, aufzunehmen und mit gestalterischen Mitteln neu zu interpretieren. Das wichtigste funktionale Element, der geplante Radweg, wird dabei unweigerlich auch selbst zum Gestaltungselement. In seinem Verlauf orientiert sich der Weg konsequent an dem Verlauf der ehemaligen Gleistrasse.

Neben der Gleistrasse bildeten in der Vergangenheit die verschiedene Gebäude und Ladezonen die wesentlichen Strukturelemente des Plangebietes. Ebenso wie sich diese entlang der Schienentrasse aufreihten, ersetzen nun unterschiedlich gestaltete Freiräume diese Strukturen, erhalten jedoch weitgehend deren formale und flächenmäßige  Ausprägungen.

Lediglich die beiden Zugangsbereiche erfuhren eine Überformung, um der besonderen Bedeutung dieser Areale auch durch geeignete, raumwirksame Gestaltungsmaßnahmen gerecht zu werden. Sie laden ein, den Raum zu betreten, zu durchqueren und entlassen wiederum aus diesem. Darüber hinaus bieten Sie die Möglichkeit, sich zu Aufenthaltsbereichen und Treffpunkten im Grünen zu entwickeln.Gleichwohl orientiert sich ihre formale Gestaltung erkennbar am Grundthema des gesamten Areals - der gestalterischen Neuinterpretation der industriellen Strukturen der ehemaligen Bahnschneise.