Vorentwurfsvariante Gesamtkonzept
Geländeschnitte zum Vorentwurf

Strandbereich Löbnitz am Seelhausner See

gestalterische und ingenieurtechnische Planung
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Ort: 
Löbnitz
Bauherr: 
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH
Leistung: 
Leistungsphasen 1-8 HOAI
Zeitraum: 
seit 2015
Größe: 
ca. 30 ha
Ingenieurleistungen: 
IB Martin, Leipzig; VB Wende, Leipzig; BAUGEO GmbH, Leipzig

Gemäß § 4 VA V Braunkohlesanierung hat sich der Freistaat Sachsen für die Jahre 2013 bis 2017 zur Bereitstellung finanzieller Mittel verpflichtet, die u.a. der Erhöhung des Folgenutzungsstandards in den Braunkohlegebieten und im Umfeld der stillgelegten Tagebauflächen dienen und über die Sanierungsverpflichtungen der LMBV hinausgehen. Bestandteil der angestrebten Maßnahmen ist auch die Entwicklung des Löbnitzer Strandbereichs am Seelhausener See, ca. 45 km nördlich Leipzigs gelegen. Projektträger ist die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mbH. Das Büro LAGO Landschaftsarchitektur Goronzi wurde mit der gestalterischen und ingenieurtechnischen Planung hierfür beauftragt.

Als Grundlage für die planerischen Leistungen war zunächst der Untersuchungsraum zu vermessen. Daneben ist auch die Beurteilung der geplanten Maßnahmen unter geotechnischen Gesichtspunkten sowie die Neutrassierung des vorhandenen Wirtschaftsweges Bestandteil der Aufgabenstellung. Diese Teilleistungen wurden bzw. werden durch verschiedene Partner-Ingenierbüros erbracht.

Grundsätzliches Ziel der Maßnahme ist, die Flächen des Bearbeitungsgebiets so zu gestalten bzw. vorzubereiten, dass die Voraussetzungen für eine künftige touristische Entwicklung des Areals geschaffen werden. Unter dieser Prämisse gilt es, Vorschläge zur Geländemodellierung bzw. Ufergestaltung zu erarbeiten, die eine geplante spätere Nutzung als Freizeit- und Erholungsgebiet – u.a. mit Ferienhäusern und einem Campingplatz – ermöglichen. Dabei wird angestrebt, die notwendigen Aushubmassen soweit wie möglich innerhalb des Baufeldes wiederzuverwenden. So soll beispielsweise der vor Ort anfallende Oberboden für künftig zu bepflanzende Lärmschutzwälle entlang der das Planungsgebiet tangierenden Straßen Verwendung finden. Der sandige Aushub hingegen kann zur Modellierung bestimmter Strand-, Ufer- und Unterwasserbereiche dienen.

Die Aufgabenstellung für die Freianlagenplanung beinhaltet zusammengefasst insbesondere folgende thematische Schwerpunkte:
- Erarbeitung eines Gestaltungskonzepts unter Bezugnahme auf die geplante spätere Nutzung mit der Darstellung von     Funktionsflächen für Baden, Camping und Bebauung einschl. Vorschlägen für mögliche Bepflanzungsmaßnahmen, Hauptwegebeziehungen, Parkplätze, Steganlagen u.ä.
- Geländemodellierung einschl. notwendiger Entfernung des vorhandenen Wildaufwuchses mit dem Ziel der Anlage ausreichend dimensionierter Strandflächen sowie der Flächenbereitstellung für eine spätere Ferienhaus- und Campingplatznutzung.
- Herstellung von Flachwasserbereichen im Strandbereich des geplanten Campingplatzes
- Neutrassierung des bereits vorhandenen Wirtschaftsweges innerhalb des Bearbeitungsgebiets unter Berücksichtigung der späteren Nutzung.