Entwurf

Kita Lindenallee

Neugestaltung der Außenanlagen zum Ersatzneubau
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Ort: 
Leipzig Breitenfeld
Bauherr: 
Stadt Leipzig
Leistung: 
Leistungsphasen 2-9 HOAI
Zeitraum: 
seit 2015
Bausumme: 
ca. 180.000 €
Architektur: 
Irlenbusch von Hantelmann Architekten PartG mbH

Im Zusammenhang mit einem geplanten Ersatzneubau sowie dem sich daran anschließenden Abbruch der vorhandenen Gebäude ergab sich die Notwendigkeit einer umfassenden Neugestaltung der Freianlagen der Kita. Das Planungskonzept weist – vereinfacht – eine Zweiteilung des Außenspielbereichs der Kita auf. D.h. das Gesamtareal ist in unterschiedliche Teilbereiche bzw. Zonen untergliedert, die jeweils eine gewisse funktionale und auch gestalterische Eigenständigkeit aufweisen, sich dabei aber sinnvoll ergänzen und sich somit wieder zu einer übergeordneten Einheit zusammenfügen.

Das südliche Spielareal, dessen westliche Hälfte explizit den Krippenkindern vorbehalten ist, bleibt dabei, abgesehen von einigen notwendigen Anpassungen, unverändert. U.a. wurde die räumliche Abgrenzung Richtung Kita-Gebäude sowie die Zugangssituation zu diesem Areal neu überdacht. Der vorliegende Entwurf sieht in diesem Zusammenhang vor, durch die Verlängerung der vorhandenen Hecken in Ost-West-Richtung eine klare räumliche Fassung des Spielareals vorzunehmen. Über die mittig angeordnete Zuwegung können sowohl die Krippen- als auch die Kindergartenkinder jeweils ‚ihre’ Spielbereiche bequem erreichen. 

Nach Abbruch des bisherigen Kita-Gebäudes soll das frei werdende Gelände westlich des Neubaus der zweite ‚Hauptspielbereich’ werden. Die bereits zu Beginn des Planungsprozesses durch den Nutzer geäußerten Hauptanliegen sollen im Wesentlichen hier umgesetzt werden. So wird zunächst vorgeschlagen, die in diesem Bereich verlaufenden Wege in ihrem Verlauf sowie der Oberflächenbefestigung (Asphalt) so auszubilden, dass diese als Rollerstrecke genutzt werden können. Die vorgeschlagene Wegeführung der Rollerstrecke bietet darüber hinaus ausreichend Platz, um die vorhandenen, vor Baubeginn ausgebauten und zwischengelagerten Spielgeräte und Ausstattungselemente hier wiederzuverwenden. Ein Sandkasten ergänzt darüber hinaus das Spielangebot sinnvoll. Schließlich bietet eine Spielwiese, in deren Randbereich lediglich einige Sträucher und schattenspendende Bäume angeordnet sind, ausreichend Platz zum ‚freien’ Spiel, Bolzen, Rennen und Toben.

Über die Planungsansätze für die beschriebenen Hauptspielzonen hinaus galt es, ebenso ein Konzept für die sich unmittelbar ans Gebäude anschließenden Flächen zu entwickeln, welches den gestalterischen Ansprüchen genauso genügt wie den vielfältigen funktionalen Anforderungen.  Für den zur Hauptstraße gerichteten Vorplatz bedeutete dies, hier nicht nur eine planerische Lösung im Zusammenhang mit der Zuwegung zum Gebäude und zum Außenspielgelände zu finden, sondern auch Kfz- und Fahrradstellplätze sowie eine erforderliche barrierefreie Bushaltestelle zu integrieren. Im Ergebnis entstand eine weitgehend einheitlich gestaltete Fläche mit einem ansprechenden Belag aus Beton-Quadratpflaster mit Natursteinvorsatz (gegliedert durch anthrazitfarbene Pflasterstreifen und aufgelockert durch Pflanzinseln).