Kletterarena und Bauminsel
östlicher Schulhofbereich
Kletterarena
Kletterarena
Einblick Kletterarena
Sitzrondell
Sitzrondell und Grillecke
Detailausschnitt Sitzrondell
Entwurf

Förderzentrum für Erziehungshilfe, Leipzig

Umgestaltung des Schulhofs
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Ort: 
Leipzig
Bauherr: 
Stadt Leipzig
Leistung: 
Leistungsphasen 1-9 HOAI
Zeitraum: 
2009-2011
Bausumme: 
ca. 130.000 €
Fertigstellung: 
2011
Partner: 
Grasreiner.Design, Dresden (Spiellandschaft)

Mit dem Entwurf für die Neugestaltung des Schulhofareals wurde versucht, die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen an das Schulhofgelände zu berücksichtigen sowie dem Areal ein homogenes Gesamtbild zu verleihen. ‚Funktionierende’, erhaltenswerte Bestandsstrukturen wurden nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen in die Planung integriert.

Ein wesentlicher Bestandteil der Planung war die Anlage eines großzügigen Spielareals. Dem im Zusammenwirken mit dem Spielplatzdesigner Veit Grasreiner gestalteten Areal liegt die Idee zugrunde, einen eigenständigen Raum innerhalb des Schulhofareals entstehen zu lassen. Die kreisförmige Anlage wird zur Kletterarena. Im Inneren des Kreises bietet ein Geflecht aus Pfosten, Balken und gebogenen Wänden unterschiedlich schwierige Kletter- und Spielangebote. Gleichzeitig entstehen unterschiedliche Sitz- und Versteckmöglichkeiten. Auch die umlaufenden Wände selbst fungieren als Spielelemente.

Durch eine klare Gliederung und Zonierung der Anlage wurde auch darauf hingewirkt, die Aneignung unterschiedlicher Bereiche durch Kinder mit verschiedenen Interessen zu fördern. Im Gegensatz zur beschriebenen Aktivzone, die der Spielbereich am einen Ende des Pausenhofs darstellt, erhält der westliche Teil des Schulhofgeländes einen eher ruhigeren Charakter. Die hier vorhandenen bzw. neu anzulegenden Flächen (Schulgarten, Grünes Klassenzimmer, Grillplatz, Sitzrondell) bieten den Kindern vor allem die Gelegenheit zum Entspannen, Rückzug, Reden und Sitzen.

Bei der Suche nach einer gestalterischen Lösung für das Gesamtareal wurde eine ausgewogene Mischung aus den bislang prägenden orthogonalen Formen und dem Kreis als charakteristischer Form für die neu herzustellenden Bereiche gewählt. Trotz der Gegensätzlichkeit ergibt sich hierbei ein harmonisches und im Zusammenspiel der Grundformen neues Gesamterscheinungsbild des Schulhofs. Mit Hilfe des Gestaltungsmittels Farbe (Farbband als geschwungene Linie auf der Asphaltfläche) werden die unterschiedlichen Objekte bzw. Zonen des Schulhofs darüber hinaus auch visuell miteinander verknüpft.